Manch einer wird sich an seine Kindertage erinnern. Es gab Bauklötze aus Holz, man war kreativ und hatte die seltsamsten Ideen und hat es genossen mit seinen Freunden zu spielen.
Dieses Gefühl haben die Entwickler von The Knights of Unity gemeinsam mit dem Publisher All in! Games jetzt zum Teil auf die Konsole gezaubert mit dem Spiel Little Racer.

Die Steuerung ist schnell und einfach erklärt. Es gibt eine Taste zum beschleunigen und eine um die Spur zu wechseln. Mehr benötigt Little Racer nicht und ist damit auch für Jüngere / Unerfahrenere geeignet. Je nachdem, wie ihr das Spiel spielt (Handheld-Modus oder TV- bzw. Tischmodus) sind die Tasten minimal anders. Lediglich eine weitere Taste zum bewussten Bremsen wäre hier schön gewesen.
Zu Beginn gestaltet sich die Steuerung der Fahrzeuge etwas schwierig, da man im richtigen Moment die Beschleunigungstaste los lassen sollte – uns ist es mehr als einmal passiert, dass das kleine Auto in der Spielwelt drumherum gelandet ist. Hat man den Dreh aber erstmal raus, besticht das Rennspiel doch mit seinen Feinheiten.

Die Level und das Gameplay sind unterschiedlich und interessant gestaltet. Verhält es sich zu Beginn noch relativ einfach mit wenigen Kurven, so kommen im späteren Verlauf immer wieder neue Dinge hinzu. So gab es einen Looping, bei dem zuvor ein Hindernis stand – vor dem Hindernis bremst man ab, damit man den Spurwechsel unbeschadet schafft, vor / im Looping aber zu wenig Geschwindigkeit und man schafft diesen nicht. In späteren Leveln – oder den selbstgebauten – kommen dann Hindernisse ganz anderer Art hinzu. Hier kommt dann auch das kreative und lustige zum Vorschein, wenn plötzlich ein Huhn über die Straße rennt oder ein Yeti seine Faust auf die Straße rammt.
Doch bei all den Hindernissen hatten wir niemals das Gefühl, dass das Spiel unfair oder ähnliches wird.
Gewonnen hat, wer als erste die benötige Rundenzahl erreicht hat. Das ist immer schön in den Ecken des Bildschirmes zu sehen – jedes Auto hat seine eigene Farbe und in der dazugehörigen Farbe werden auch die erreichen Runden angezeigt.
Was meine kleine Tochter besonders begeistert hat waren die Autos, die auf das Siegertreppchen neben der Strecke gehoben wurden, wenn sie ihre Rundenzahl erreicht hatten. Das sind Feinheiten, auf die ein Erwachsener weniger achten könnte – bei Kindern kommt das aber gut an!

Die Grafik ist bunt und erinnert an Holzbausteine. Das war während des Tests auch für die anwesenden Kinder derartig faszinierend, dass mitgefiebert wurde, auch wenn diese gar nicht selbst gespielt haben. Die simple Art und Weise unterstreicht das Gesamtkonzept der Spielzeugrennen. Davon abgesehen geizt das Spiel nicht mit kleinen Details wie zum Beispiel mit Gebäuden und den Zuschauern – auch hier wieder an kleine Holzfiguren erinnernd.
Leider gibt es keine Möglichkeit, während des Rennens hinein zu zoomen oder den Kamerawinkel zu ändern – das hätte dem Spiel nochmal eine andere Perspektive verliehen.

Der Soundtrack ist ebenfalls so einfach gehalten, wie das Spiel selbst. Neben blubbernden Motoren erklingt eine einfache Musik im Hintergrund und in den Menüs. Doch zum Stil des Spiels passt es komplett! Lediglich bei längerem spielen stellt man fest, dass hier wenig Unterschiede in den einzelnen Stücken existiert, was dem eigentlichen Spielspaß aber keinem Abbruch bringt.

Insgesamt liefert das Spiel 30 Rennen in 10 Welten in denen bis zu 4 Spieler lokal mitfahren können. Über Ingame Achievements können weitere Fahrzeuge freigeschaltet werden, was einen zusätzlichen Reiz ausmacht.
Wem die vorhandenen Strecken allerdings zu wenige sind, der nutzt einfach den Level Editor und baut selbst kleine Rennbahnen. Hier ist der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt und so wird jede Strecke zu einem kleinen Abenteuer.

Somit erhält man mit dem Spiel genau das, was man beim Kauf erwartet. Meine Familie und ich wollen das Spiel nicht mehr missen und genießen seit gestern bereits einige Runden von Little Racer.

Little Racer – Review | Test
4
Grafik
6
Sound
7
Steuerung
6
Spiele Spaß
7
Preis Leistung
Gesamtwertung 6 / 10
Unser Fazit
Mir und meiner gesamten Familie hat das Spiel bereits jetzt eine große Freude bereitet. Bereits kurz nachdem wir das Spiel hatten wurde losgespielt und auch die Kleinste war begeistert. Gemeinsam haben wir hier ein Spiel entdeckt, dass in den Erwachsenen das Kind wieder weckt und in den Kindern den Reiz zum Autorennen. Das Spiel erhält von mir und meinen Liebsten eine klare Kaufempfehlung!

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Michael
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.
https://www.twitch.tv/gutertag_streaming

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