Am 30. August 2019 wurde Blair Witch auf dem PC veröffentlicht. Die Entwickler von Blobber Team und der Publisher Lionsgate Game haben uns dieses Horror Adventure jetzt auch auf die Konsolen gebracht und diese Version möchten wir für euch jetzt unter die Lupe nehmen.

Die überschaubare Größe auf der Xbox one beträgt knapp 13 Gigabyte.

Auf geht’s und ich hoffe auf ein paar Stunden Gänsehaut.

Blair Witch bedient sich dem Mythos, wie er im Namen gebenden Film von 1999 im “Wald von Blair Witch”, der Black Hills in Maryland ebenfalls genutzt wurde… vielleicht etwas “Game-freundlicher” umgesetzt aber so manch ein Element wird einem sehr bekannt vorkommen wenn man den Film und/oder die Geschichten kennt. Für diejenigen denen der Film und der Mythos unbekannt ist, viel Spass beim Schritt ins völlig unbekannte.

Willkommen im Hauptmenü.

Das Menü ist recht übersichtlich aufgestellt und neben dem neuen Spiel finden wir noch ein paar Einstellungen zur Steuerung, Audio und der Helligkeit.

Da die Einstellmöglichkeiten sich auf einfachste Optionen beschränkt wie z.B. einem Lautstärkeregler, Helligkeit und Empfindlichkeit der Sticks, werfen wir hier nur einen kurzen Blick rein stürzen uns direkt ins Spiel.

Wir schlüpfen in die Rolle von Ellis Lynch, ein ehemaliger Polizisten und Soldat der sich der Suche nach einem vermissten Jungen namens Peter anschließt. Ein Suchtrupp ist bereits in den Wäldern unterwegs, da die letzten Ausreißversuche des Jungen stets hier endeten. Auch die jetzigen Spuren führen wieder in den berüchtigten Wald, dem Black Hill Forest. Dort soll laut dem Mythos die Hexe von Blair Witch ihr Unwesen treiben. (Kleiner Tip am Rande, lest euch mal etwas in die Geschichten ein, ist ganz interessant).

Wir sind mit dem Auto unterwegs und befahren die kurvigen Straßen in den Wald hinein. An unserer Seite sitzt Bullet. Bullet ist unsere treuer Schäferhund (Möglicherweise auch ein Misch, ich weiss es nicht) der uns bei der Suche unterstützen soll. Während der Fahrt bekommen wir noch einen Anruf der uns bereits die ein oder andere Information über unseren Protagonist verrät oder zumindest Hinweise gibt, das etwas mit Ellis geistigen Zustand nicht ganz in Ordnung ist.

Auf einer Waldlichtung erreichen wir nun endlich die abgestellten Fahrzeuge der Polizei und der anderen Mitglieder des Suchtrupps und gehen nun selbst unseren Weg.

Gespielt wird in First Person View und schauen uns nach ersten Hinweisen um eventuell schon ein paar Informationen zu bekommen. Ausgerüstet mit einem Funkgerät, was in einem Kofferraum lag und zusätzlichen Informationen über den Jungen betreten wir den Wald.

Eine Zwischensequenzen begrüßt und im Spiel und nun geht es richtig los.

Wir begeben uns über die Waldwege tiefer ins Unterholz. Der Wald liegt noch ruhig vor uns und lässt noch nichts von dem erahnen was sich hier abgespielt hat oder noch vor uns liegt.

Auf seiner Suche trifft Ellis immer wieder auf seltsame Dinge und verstörende Ereignisse. Das Problem an der Sache ist allerdings das er nie weiss ob die Dinge die ihm widerfahren real sind oder nur pure Einbildung, durch weitere Telefonate mit Jessy, seiner Ex-Frau und Funkkommunikation mit dem Sheriff stellt sich heraus daß Ellis an einem Trauma leidet und somit nie eindeutig unterscheiden kann was wahr ist oder in seinem Kopf abläuft. Um bei klarem Verstand zu bleiben hilft ihm Bullet, der Hund ist eine Art Ruhepol für den traumatisierten Ellis, läuft er zu weit voraus verfallen wir schnell in eine Art Panik und somit ist es für euch wichtig das euer Begleiter stets in eurer Nähe bleibt.

Eure Waffen sind in diesem Spiel nicht wie sonst üblich, Pistolen, Gewehre und Messer, nein, dieses mal muss eine Taschenlampe und eine Videokamera vorerst ausreichen. Mit der Taschenlampe könnt ihr natürlich im dunkeln den Weg besser finden, sie dient aber ebenfalls um die dunklen Schatten zu vertreiben die euch im finsteren Wald aufsuchen. Zum aufspüren dieser Schatten ist Bullet das Wichtigste was euch gegeben ist, durch seine Körpersprache zeigt er euch an aus welcher Richtung die Gefahr auf euch lauert.

Das zweite wichtige Objekt ist die Kamera und Videobänder die ihr nach und nach findet. Diese Kamera lässt euch die Umgebung manipulieren, ohne zu viel zu verraten lassen sich zum Beispiel umgestürzte Bäume die beim fallen gefilmt wurden, durch zurückspulen wieder aufrichten oder Objekte die vorher nicht da waren tauchen urplötzlich an der gefilmten Stelle auf. So bahnt ihr euch den Weg auch durch vermeintlich blockierte Wege durch den Wald oder findet Objekte die euch den entscheidenden Hinweis geben um euren Weg fortzusetzen.

Die Atmosphäre spiegelt sehr gut diese Angst des “Allein im dunklen Wald” sein dar und durch die Jumpscare Elemente und die dargestellte Panik des Protagonisten wird die Spannung sehr gut aufrecht gehalten. Durch kurze Ruhephasen die sich nach solchen Ereignissen oftmals abspielen lässt das Spiel euch ab und an eine kurze Verschnaufpause. Aber denkt dran euch nicht umzudrehen, wer weiss was hinter euch steht.

Die Grafik ist für das Setting gut in Szene gesetzt, der Wald und die Bauten sorgen stets für ein beklemmendes Gefühl und Charaktere sind optische stimmig ausgearbeitet. Klar kann man auch bei Blair Witch sagen, daß man noch eine Schippe hätte drauf legen können wenn es um die Grafik geht, aber das Spiel mit Licht und Schatten, Tag und Nacht, wie auch die eingeschränkte Sicht gehört für mich dazu wenn man an Blair Witch denk und rundet das Gesamtbild ab.

Der Sound spielt eine große Rolle in diesem Spiel, durch eine stimmigen Hintergrundgeräusche und Soundeinlagen wird eine Gänsehaut Atmosphäre geschaffen und über die meiste Zeit des Spiels aufrecht gehalten.

Die Steuerung ist von der Bewegung sehr flüssig und ich bin positiv überrascht wie gut diese sich anfühlt. Die weiteren Aktionen und deren Tastenbelegungen sind gut platziert und an die eines First-Person-Shooter angelehnt. 

Blair Witch ist für PC, PlayStation 4 und Xbox one erhältlich.

Blair Witch – Review – Wir haben uns für euch in den Black Hill Forest gewagt
7
Grafik
6.5
Sound
7.5
Steuerung
7
Spiele Spaß
7.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 7.1 / 10
Unser Fazit
Blair Witch ist ein schönes Horror Adventure, wobei bei 'Horror' und 'schön' es immer im Auge des Betrachters liegt. Die relativ kurze, aber tiefe Story ist gut verpackt aber leider hätte ich mir etwas mehr zu der Legende um den Black Hill Forest gewünscht und etwas weniger "personal Story of Ellis". Denn so hätte auch jeder andere gruselige Wald als Handlungsort ausgereicht. Aber für Fans von dunklen Wäldern mit kleinen, nicht zu schweren Rätseln und Jumpscare Horror einlagen ist Blair Witch ein gute Option für ein paar schaurige Spielstunden.
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Christian
Ich heiße Christian und mit meinen Baujahr ´81 gehöre ich zu den älteren Eisen der Gamer, wobei ich damit aber immer noch nahe am europäischen Altersdurchschnitt liege :) Ich lebe mit meiner kleinen Familie (meiner Frau, meinen Töchtern und ner Hand voll Haustieren) im Osnabrücker Land. Meine Leidenschaft zum Zocken fing Weihnachten 1990 mit dem Urgesteine der Konsolen, dem Game Boy an. Und mit den Jahren habe ich so einige Konsolen und Computersysteme durch, C64, SNES, N64, GC, WII, PS1, PS2, PS3, XBOX ONE S und PC. Bei den Spielen selbst hatte ich nie ein eindeutiges Genre dem ich nachgehe, es gab seine Phasen aber nie einen roten Faden der sich durchgezogen hat. mal waren es die J´n´R, dann Sport (von FiFA, NBA, NHL), denn Rennsport Spielen (GT, F1,...), Shooter, RPs, MMORPG, EZStrategie, Aufbausimus,... die Liste könnte ich ewig weiter führen. Nur MOBAs haben mich nie wirklich fixen können. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden. Wenn ihr Interesse habt dürft ihr mich gerne adden. Bei Twitch bin ich auch zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs und würde mich über einen follow freuen. Twitch: Garfield2808 Steam : Chris2808 Origin: chris28081 GuildWars: christian.5724 XBOX: Garfield288
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